Samstag, 25. Dezember 2010

Still in Cairns...

Bevor ich loslege moechte ich nochmal ganz offiziell im Nachhinein Frohe Weihnachten und absolut zeitgerecht ein super gutes neues Jahr wuenschen!
Insgesamt war ich knapp eine Woche im Great Barrier Reef tauchen und es war absolut grandios! Tausende Fische, von denen ich bei den Meisten sowieso keine Ahnung habe, wie die heissen, etliche Haie, ein Manta Ray und eine riiiiieeeesssige Schildkroete habe ich in den insg. 21 Tauchgaengen sehen koennen. 2 Stuerme waren dabei und einmal habe ich mein nichtvorhandenes Navigationstalent unter Beweis gestellt, indem wir ein paar hunder Meter neben dem Boot aufgetaucht sind und wg. der hohen Wellen nicht mehr zurueckschwimmen konnten. Tja, somit sind mein buddy und ich per Wassertaxi abgeholt worden und waren natuerlich den Rest des Trips auf der Schaufel.
Weihnachten habe ich mit BBQ und, wie immer hier, schwitzend verbracht. Seit heute sollte ich eigentlich schon auf dem Weg nach Mission Beach sein... Aber das Wetter in Australien hat dzt. leider andere Plaene, es regnet fast die ganze Eastcoast entlang inkl. Gewitter und Sturm, einige Strassen sind geflutet. Und das wiederum bedeutet, jeder sitzt fest in Cairns oder sonst wo, weil keine Busse gehen... und die Prognosen fuer die naechsten Tage schauen leider auch nicht besonders prickelnd aus. Heiss ist es aber natuerlich trotzdem und im Endeffekt soll nix schlimmeres passieren oder?

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Welcome to Aussie

Mit Air New Zealand, die ich an dieser Stelle nur waermstens empfehlen kann, flog ich in 5 Stunden von Auckland in Cairns (Nordosten Australien). Dann musste ich erstmal durch die Quarantaene, wo ein total suesses Hundilein mein Gepaeck ordentlich beschnuppert hat. Glueck fuer ihn, dass ich in Auckland nochmal gewaschen habe, somit verlief alles ruhig und es gibt keine Opfer zu beklagen. Bis dahin war alles super, aber dann musste ich den Flughafen verlassen... und es hat mich getroffen wie die Faust ins Gesicht: die geballte Ladung Hitze gepaart mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit. Anfangs dachte ich noch, ah das wird schon, man muss sich eben ein wenig daran gewoehnen. 5 Tage spaeter hat sich nichts geaendert und ich schwitze quasi durchgehend. Meine ersten beiden Naechte verbrachte ich in einem umgebauten Kino, das nun ein Hostel ist -> sehr schraeg. Dzt. bin ich in Port Douglas, einem kleinen Touristenort am Meer und wohne bei Jenny +Finn, die ich NZL getroffen habe und die mich liebenswerterweise prompt zu sich eingeladen haben. Somit unternehme ich erste Schritte in Sachen Couchsurfing. Und ich finde es grossartig hier. Nicht nur, dass ich mein eigenes Zimmer + Badezimmer habe, es gibt auch einen Pool und der Strand ist ein paar Schritte entfernt! Dennoch ist der Nordosten tropisch, dh. die Regenzeit beginnt soeben und es gibt allerhand Getier vor denen man sich besser in Acht nehmen sollte. Daher kann man in Cairns auch nicht im Meer schwimmen, man wuerde es zumindest nicht allzu lange ueberleben wegen der Salties (= Salzwasserkroko) und sonst kann man leider auch nur in geschuetzten Bereichen baden, weil die Wuerfelquallen und die Irukandji Saison haben -> toedliche Quallen mit denen man besser keine persoenliche Bekanntschaft machen sollte. Aber was einen nicht umbringt, macht einen nur haerter und deshalb geh ich natuerlich trotzdem tauchen. Das Great Barrier Reef kann man sich ja nicht entgehen lassen und ausserdem traegt man neckische Ganzkoerperwetsuits womit die Quallengefahr auch erledigt ist. Jetzt muss ich nur noch auf die Haie aufpassen ;-)

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Ode an Neuseeland

Die besten Zeiten gehen bekanntlich am Schnellsten vorueber und daher ist es auch schon soweit: Time to say Goodbye New Zealand!
Dieses Land ist einfach atemraubend schoen, vielseitig und trotz Tourismus vielerorts unberuehrt. Als Gott unsere Erde mit allem was sich darauf bewegt schuf, ruhte er laut Bibel am 7. Tag. Ich lehn mich jetzt mal weit aus dem Fenster und bin zu folgender Erkenntnis gekommen: Er ruhte nicht nur einen Tag. Nein, er fuhr gleich mal auf Urlaub. Das steht natuerlich so nicht in der Bibel, weil Gott im Urlaub, das kann die Kirche nicht oeffentlich machen. Aber es stimmt, ich hab das recherchiert. Und als er dann richtig erholt war, wollte er seine Schoepfung noch vollkommen machen... in Form zwei kleiner Inseln, wo saemtliche Naturgewalten zusammentreffen und sich die ganze Schoenheit dieser Welt auf einen Punkt konzentriert!
Und auch die Kiwis sind extrem hilfsbereit und sehr symphatische Leute. Einzig auf die Sandflys haette er verzichten koennen. :-)

Abgesehen von der Landschaft, habe ich in meinem Leben noch nicht so viele Voegel (von denen ich ueberhaupt nicht weiss, wie sie alle heissen) gesehen. Ich konnte einen Wal sehen, einen Kiwi (leider nicht in freier Wildbahn), Pinguine und bin mit Delphinen geschwommen. Das war ein besonderes Highlight, da es sich um wilde Delphine in deren Lebensraum handelte. Und jeder der jetzt fragen moechte: diese Tiere lassen sich natuerlich NICHT von uns beruehren. Es auszuprobieren ist ebenso sinnlos, die erwischt man nicht mal im Ansatz. Aber sie erlauben gelegentlich, dass die Menschen mit ihnen spielen bzw. eher sie mit uns. Ich habe einen guten Tag erwischt und sie waren geduldig mit uns. Ich bin geschwommen, so schnell als ginge es um mein Leben, um wenigstens ein bisschen mithalten zu koennen mit diesen wunderbaren Tieren. Aber das Gefuehl, wenn du untertauchst und sie schauen dich an, schwimmen unter dir durch, drehen sich dabei nach oben... das war einfach nur gigantisch! Wie ein kleines Kind, hab ich mir beinahe in die Hose gemacht, vor lauter Aufregung.

Seit heute morgen (bitte ich bin seit 3:40 Uhr frueh wach!) bin ich in Aussie, genauer gesagt in Cairns. Die Hitze und enorme Luftfeuchtigkeit machen mir ganz ordentlich zu schaffen. Da bin ich natuerlich umso froher, dass mein Hostel einen kleinen Pool hat!

Montag, 6. Dezember 2010

Impressions of New Zealand

Mt. Taranaki

Walflosse
Lake Tekapo
Lake Pukaki
Franz Joseph Glacier
Lake Te Anau
Gelbaugenpinguine am Heimweg
Mackinnon Pass/Milford Track

Gelbaugenpinguin 
fauler Seehund

Neuseeland bis zum noerdlichsten Punkt

All by myself, lalala, all by myself (und so weiter)... Am 4.12. ist mein Reispartner alias Papa schliesslich doch nach Oesterreich zurueck geflogen. Urspruenglich war der Rueckflug um eine gute Woche frueher angesetzt, aber weil es doch so schoen ist hier, hat er den Flug verschoben. Davor waren wir noch gemeinsam bei den Waitomo Caves und in Rotorua, dort gibts zahlreiche Vulkane, Geysire, Schlammtuempel, heisses Wasser und Schwefelgeruch - also viel zu sehen fuer uns! Ausserdem war/ist es eine Hochburg der Maori und wir nutzten die Moeglichkeit in Te Pui um uns ueber deren Kultur und Braeuche zu informieren. Coromandel Peninsula war natuerlich auch Teil der Route, eine Halbinsel unweit von Auckland. Dort haben wir die Straende genossen und am Hot Water Beach ein Loch gegraben. Warum tut man das? Weil es dort heisse Quellen gibt und man sich kostenlos den Hintern verbrennen kann. Aber um zu diesen Quellen zu kommen, muss man vorher ein wenig graben, sitzt dann im warmen Loch und wartet bis die Flut kommt. Dann ist naemlich der Spass vorueber, weil das kalte Wasser vom Ozean in die Becken draengt.
In Auckland haben wir uns von unserem fahrbaren Untersatz verabschiedet und konnten mal wieder in einem richtigen Bett und Zimmer schlafen - sensationell!
Nach 2 Tagen Auckland hab ich mir ein Busticket Richtung Norden besorgt. Witzigerweise sind wir am Weg dahin bei einer Toilette stehengeblieben, die nach den Plaenen von Friedensreich Hundertwasser gebaut wurde. Sozusagen war ich also auf einem oesterr. Klo! Cape Reinga ist so ziemlich der noerdlichste Punkt mit traumhafter Landschaft. Der Bus cruiste mit uns den 90-Mile-Beach entlang (der in Wirklichkeit 'nur' 64 Meilen lang ist). Beim Sandboarding habe ich mich dann todesmutig die Sandduenen hinuntergeschmissen. Unser Buschauffeur war ein wenig abenteuerlustig und durchgeknallt und hat uns natuerlich bei der steilsten Sandduene abgesetzt, alles andere ist ja Kindergarten oder? Am Anfang war uns allen nicht ganz wohl dabei, dann war es aber eine Fetzengaudi!
Morgen geh ich noch mit Delphinen schwimmen - das wird geilo - und dann gehts zurueck nach Auckland!

Samstag, 27. November 2010

Kaikoura, Lewis Pass und ab auf die Nordinsel

Von Nelson aus gings weiter nach Kaikoura... dort gibt's noch mehr Tiere, juhu! Die konkreten Objekte meiner Begierde: Wale. Ja, es ist Touristenausbeutung und hat ein Vermoegen gekostet, ABER ich habe einen Wal gesehen und war selig! Des weiteren noch Albatrosse und eine riesige Seehundkolonie. Ueber den Lewis Pass sind wir schliesslich nach Picton gekommen und mit der Faehre auf die Nordinsel nach Wellington geschunkelt. Die Fahrt allein war schon ein Highlight! Wellington und das Te Papa (= Neuseelands groesstes Museum und gratis!) haben wir uns natuerlich auch nicht entgehen lassen. Die Hauptstadt ist wirklich nett und sehenswert, ausserdem ist seitdem richtiges Sommerwetter angesagt. Die Cable Car und ich werden zwar keine Freunde mehr in diesem Leben - erst mussten wir raufhatschen, weil wir den Einstieg nicht gefunden haben und irgendwo am Weg nach oben geparkt hatten, dann wollten wir wenigstens runterfahren, ging nichts mehr wg. Feueralarm und es war wieder Fussmarsch angesagt.
Der Mt. Taranaki war der erste Vulkan auf unserer Route, auch hier hatten wir herrliches Wetter und Sicht. Ueber eine recht kurvige Strasse, die nicht zu unrecht 'Forgotten Highway' heisst kamen wir zum naechsten Ziel: Tongariro Alpine Crossing! Ein extrem sehenswerter Tagestrack, bei dem man durch bizarre, mondlandschaftartige Vulkanumgebung wandert mit Wahnsinnsblick auf die Vulkane... und auch Wahnsinnswind am Gipfel! Ich moechte an dieser Stelle festhalten, dass die Fotos dieser Tour nur unter den schwierigsten Bediungungen zustande gekommen sind. Mehrmals wurde ich zartes Persoenchen fast vom Wind geholt und davongefegt. Jetzt ist auch mein linkes Knie beleidigt und mit Wandern ist erstmal Pause.
Stattdessen haben wir heute am Lake Taupo den ersten richtigen Sommertag genossen und am Strand in der Sonne gegrillt. Kurioserweise gibt's ueberall Weihnachtsdeko und -songs dazu serviert, eine spannende Angelegenheit fuer die Leute von der Nordhalbkugel!

Donnerstag, 18. November 2010

Von Te Anau bis Nelson

Nach der Wanderung sind wir wieder back on the road! Von Te Anau fuhren wir Richtung Norden an der West Coast entlang. Natuerlich machten wir Stopp beim Fox Gletscher. Leider hat auch hier das Wetter anfangs nicht besonders mitspielen wollen. Beim Lake Matheson Gletschersee spiegelte sich daher hauptsaechlich der bewoelkte Himmel wieder. Aber dann meinte es der Wettergott wieder gut mit uns und am naechsten Morgen lagen der Franz Joseph Gletscher und die Southern Alps in der prallen Sonne! Die Pancake Rocks haben wir uns natuerlich auch nicht entgehen lassen. Besonders gut hat es mir aber im Abel Tasman Nationalpark gefallen. Eine Tagestour mit dem Kajak rund um die Buchten und sonnen am Strand, das war schon sehr herrlich! Ausserdem konnten wir mit den Kajaks ganz nahe an die Seehunde ran und da war ich natuerlich wieder sofort hin und weg!
Bisher gaenzlich unerwaehnt blieben bis jetzt meine neuen Freunde, die Sandfliegen... ganz wunderbare Tierchen, die einen an der West Coast staendig begegnen und bei jeder Gelegenheit einen Stich hinterlassen - und das juckt wie die Hoelle. Mittlerweile sind meine Beine bereits schwerstens gezeichnet, aber sie finden trotzdem immer wieder eine Stelle, wo sie noch unberuerte Haut verunstalten koennen! Auf einen Kiwi (so nennen sich die Neuseelaender selbst) kommen ca. 30-40 Schafe. Wir fahren immer wieder (mit Ausnahme an der West Coast, da ist nur Regenwald) an Schaf- und sonstigen Tierherden vorbei. Besonders entzueckend zu dieser Jahreszeit ist, dass lauter Nachwuchs durch die Gegend springt und eigentlich koennte man den ganzen Tag damit verbringen, am Rand einer Weide sitzend den Tieren zu zu schauen. Fohlen, Kaelber und kleine Lamperl... soooo suess!!!

Freitag, 12. November 2010

Der Milford Track-Blues

Einige Zeit im Voraus buchten wir bereits diese 4Tages Wanderung durch das Neuseelaender Fjordland. Insg. ca. 54 km lang gehts auf den Mackinnon Pass rauf und dann eben wieder runter. Man muss alles mitnehmen - Essen, trinken, Kleidung und auch seinen Mist. Ein gepackter Rucksack wiegt also zw. 10 u. 15 kg ... gefuehlte 60 kg!
Dieser Track gilt als der schoenste Wanderweg der Welt. Leider kann ich das aber nicht so sehr beurteilen, weil wir 2 Tage lang nicht besonders viel davon gesehen haben.
Am 1. Tag gehts mit der Faehre 1 1/4 Stunden am Lake Te Anau entlang zum Startpunkt, ein Marsch von 5 km ist noch recht kurz bis zur ersten Hut. In den Huetten schlaeft man gemeinsam mit ca. 40 anderen Leuten in Schlafraumen und Doppelbetten, Dusche gibts keine und Wasser ist nur kalt - man trinkt und wascht sich mit dem Regenwasser. Am 2. Tag wandert man 16.5 km relativ flach, erst gg. Ende gehts dann bereits bergauf. Am 2.Tag nachmittag begann es dann zu regnen - und es hoerte nie wieder auf. Ja, ich wusste wir gehen durch Regenwald und dort regnets nun mal oft - ca. 9m pro Jahr, aber man hofft halt immer, dass es doch halbwegs passen wird. Am 3. Tag sind wir nach dem Fruehstueck und einer regenreichen Nacht weiter auf den Pass hinauf, endlich oben angekommen sehen wir... nichts! Zusaetzlich zum Regen hatten wir naemlich auch Nebel! Auf ca. 1200m Hoehe gingen wir durch 2 kleine Schneefelder und dann den Berg wieder runter - 1000m galt es in nur 8km zu ueberwinden. Auch super war, dass der Maintrack wg. Lawinengefahr gesperrt wurde und wir einen Emergencyabstieg benutzen mussten. Das war nur leider kein richtiger Weg, sondern ein Uber-Steine-und Stufen-Kraxeln. Am letzten Tag waren es wieder 18 km, zwar eher flach, aber auch diesmal viele Steine und mittlerweile auch Baeche zu durchwatten bzw. war der Bach teilweise der Weg oder umgekehrt. Am Ende gibts dann nochmal eine halbstuendige Fahrt durch den Milford Sound, leider regnete es immer noch.
Trotz aller Flueche, die ich in den letzten Tagen auf den Milford Sound ausgesprochen habe, war es eine lustige Angelegenheit. Wir haben Leute aus aller Welt getroffen und Oesterreich wuerdig vertreten! Es hatte irgendwie was von einem Jugendlager, die Lichter gingen automatisch an und um dreiviertel zehn wieder automatisch aus. Die ersten stehen um 6 Uhr frueh auf, waehrend die anderen erst irgendwann schlafen gehen... und du liegst mitten drin. Alle kochen das gleiche dehydrierte Essen am Abend und man spielt gemeinsam Karten und qutascht ein bisschen.

On the Road auf der Suedinsel - von Christchurch bis Te Anau

Hallo erstmal!
Ist jetzt doch ein Zeiterl vergangen seit meinem letzten Eintrag. Aber nun bin ich wieder da! Die Suedinsel bzw. das was ich bis jetzt sehen durfte ist landschaftlich einfach ein Hammer! Wunderschoen, abwechslungsreich und des oefteren verschlaegt es mir mal die Sprache.
Seit einer Weile fahren wir bereits mit unserem Toyota Previa bereits durch die Gegend. Von Christchurch gings entlang der Ostkueste auf die Banks Peninsula (= kleine Halbinsel), dort haben wir gleich mal einen kleine Offroad-fahrt erlebt. Viele Nebenstrassen sind hier naemlich nicht asphatiert und was meistens kein Problem ist. In diesem Fall stand da aber ein Schild, dass Campervans und -busse verboten sind. Wir wussten dann auch warum. Nach kurzem Zoegern (wir haetten ja sonst wieder umdrehen muessen) sind wir dann ueber diesen Berg drueber - ohne Allrad, eh kloar. War eine lustige Erfahrung, vor allem weil dann genau das passiert was man nicht glaubt - es kommt auf dieser gottverlassenen Strasse im Nirgendwo doch tatsaechlich Gegenverkehr! Und ich sitze am Steuer! Links gehts runter, rechts gehts rauf und die Strasse ist prinzipiell fuer 2 autos zu eng. Naja, offensichtlich haben wir es heil ueberstanden.
Weitere Highlights bisher waren Lake Tekapo und Pukaki... wunderschoene Seen mit tuerkisfarbenem Wasser - und ich meine WIRKLICH tuerkis. Vom Lake Pukaki sieht man direkt auf den Mt. Cook (mit 3754 Meter der hoechste Berg in Neuseeland). Nach diesem Ausflug ins Inselinnere sind wir wieder zurueck an die Ostkueste. Dort Richtung Dunedin und Otago Peninsula. Absolut obergenial war meine erste Begegnung mit Seehunden und -loewen an einem Strand. Einer hat sich in diesem Moment aus dem Wasser gewurschelt, robt dann weiter auf den Strand und legt sich erstmal voellig fertig zum ausschlafen hin. Bester Zeitpunkt fuer mich, um mich auf 5m an ihn heranzuschleichen und ein kleines Fotoshooting einzulegen. Auf Otago Peninsula konnten wir dann auch noch Gelbaugenpinguine beobachten (die gibts nur in Neuseeland). Da wir in in einem Unterstand auf sie warteten, waren wir total nahe dran, als 2 vorbeigelaufen sind. Ein irres Gefuehl und wunderbare Tiere! Danach wurde leider fuer 1.5 Tage das Wetter schlecht und wir sind durch die Catlins eher zuegig durchgefahren. Schliesslich in Te Anau beim Fjordland angekommen, haben wir einen Tagesmarsch des Keplertracks zur Einstimmung auf die 4Tageswanderung gemacht.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Kia Ora in Christchurch / New Zealand

Nach einem weiteren anstrengenden Flug sind wir in Christchurch/Neuseeland angekommen. Diese Stadt, die ca. 344.000 Leute beheimatet, kann man durchaus als "very british" bezeichnen. Die Zeitverschiebung zu Oesterreich betraegt exakt 12 Stunden. Wir haben unseren geplanten Aufenthalt von 2 auf 3 Naechte verlaengert, da wir den 1. Tag ziemlich vermuetzten. Von Hong Kong ueber Brisbane (7 Std. Aufenthalt) nach Christchurch haben wir kaum geschlafen und waren ca. 36 Stunden wach... das moecht ich aber so schnell net wiederholen! Jetzt sind wir froh, dass die Fliegerei erst mal vorbei ist und morgen gehts dann weiter mit unserem heute angemieteten Campervan, in dezentem giftgruen lackiert.
Christchurch ist eine sehr entspannte Stadt und man glaubt es kaum, aber sonntags ist hier weniger los als in Neulengbach city! Das 1. Hostel unserer Tour hat sich bewaehrt, es gibt zum Fruehstueck selbst gebackenes Brot und die Leute sind alle wahnsinnig relaxt.
Soeben habe ich ein Prepaid Handy erstanden und bin jetzt auch unter meiner neuseel. Handynr. erreichbar - Wer also Interesse hat, dem schicke ich gerne die Nr. ;-)
Morgen vormittag starten wir unseren "Roadtrip". In Neuseeland ist gerade Fruehling und auf der Suedinsel kaelter als im Norden (ist ja alles umgekehrt hier). Wer also glaubt, wir lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen, der taeuscht sich! Nix da. Man braucht ne Windjacke und es weht eine kuehle Brise, in der Nacht gehen die Temperaturen auf 6-8 Grad runter und ich hoffe, ich werde beim Uebernachten im Camper nicht erfrieren! Falls ja, meine Mutter kuemmert sich hoffentlich um meinen Nachlass. Aber Kaelte am Abend hin oder her, Papa und ich haben heute schon ein kleines Nachmittagsschlaferl auf der Parkwiese eingelegt. Wenn der Wind naemlich gerade ein Pause macht, ist es sehr herrlich :-))
Ich hoffe, euch bald die ersten Fotos liefern zu koennen. Bitte aber noch um etwas Geduld!

Hong Kong ist...

... eine Stadt voller Kontraste und hat mir einige Fragen aufgeworfen:
- Wieviel Strom kann man eigentlich rein durch Beleuchtung verbrauchen?
- Wieviele Menschen passen in eine U-Bahn?
- Wieviele Geschaefte koennen an einem Ort ueberleben?
- Wer versteht schon chinesisch?

Definitiv ist diese Stadt eine Reise wert. Wir besichtigten Hong Kong Island, den Victoria Peak (= Aussichtshuegel), Macao (= sep. Insel, die 400 Jahre unter portugiesischer Herrschaft stand und gehoert nicht zu Hong Kong) und Kowloon (= Stadtteil am Festland und dort war auch unser Hotel).
Wir haben in Strassenlokalen zu Abend gegessen - ueber die Hygiene will ich aber nicht weiter nachdenken.
Da in Hong Kong die Mietpreise sehr hoch sind, war unser Hotelzimmer nur ca. 6m2 gross... Naja, es war ein Bett drin - und natuerlich ein Flatscreen ;-)
Am 1. Tag war ich ein wenig geschlaucht vom Flug. Um 7 Uhr frueh nach Hong Konger Zeit kamen wir an und konnten erst mittags ins Zimmer.
Hong Kong Island ist peinlich sauber mit seinen zahlreichen Buerogebauden, waehrend Kowloon eher von den Einheimischen bevoelkert wird.
Wie bereits oben erwaehnt gibt es ca. 123.000 (oder mehr?) Geschaefte mit allem was der Mensch so braucht - oder eben auch nicht. Die elektronischen Geraete sind guenstiger als bei uns, daher hab ich natuerlich gleich eine digitale Spiegelreflexkamera von Nikon geshoppt.
Macao gilt als "Las Vegas Asiens" und hat sogar noch einen Rest von Altstadt ueber. Per Speed-Faehre ist man in einer Stunde dort. Ein Ausflug zahlt sich aber in jedem Fall aus, wenn man schon mal in Hong Kong ist. In Hong Kong ist der Herbst ebenfalls eingetroffen, was aber trotzdem sommerliche Temperaturen fuer unsereins bedeutet. Das heisst kurze Hosen und Sandalen :-))

Sonntag, 17. Oktober 2010

Abschied

Ich bedanke mich tausendmal bei jedem von euch für die tollen Abschiedsgeschenke, alle lieben Wünsche und die treuen Mitfeiernden! Jetzt bin ich ausgestattet von A wie Arzneimitteln bis Z wie (New)Zealand Dollars. Ich habe Talismänner zum Schutz, Rucksäcke zum Tragen, Geld zum Ausgeben, Reisetagebücher für Notizen und Pfefferspray zur Schädlingsbekämpfung :-)
Den letzten Arbeitstag habe ich erfolgreich hinter mich gebracht, ein eigenartiges Gefühl. Jetzt steht der Tag der Abreise kurz bevor... ebenfalls ein eigenartiges und schönes Gefühl.
Nun sollte ich mir noch darüber klar werden, was ich alles einpacken soll... nicht zu viel jedenfalls.

Donnerstag, 16. September 2010

Die heiße Endphase

Der Rucksack ist gekauft, die Tickets bezahlt und am 15.10. ist mein letzter Arbeitstag.  Die Vorfreude und das Kribbeln im Bauch werden stärker - es ist Zeit für meinen ersten offiziellen Blog-Eintrag!
Ich werde mich bemühen in regelmäßigen Abständen kleine Reiseberichte sowie Photos online zu stellen. Einerseits kann ich euch so ein wenig auf dem Laufenden halten, andererseits weiß ich nach meiner Rückkehr vermutlich eh nicht, was ich alles erzählen soll.
Und jeder, der meine Liebe zu detaillierten Geschichten kennt, wird spätestens jetzt auf die Knie fallend dem Erfinder von Internet und Blog zu ewigem Dank verpflichtet sein.
Selbstverständlich freue ich mich über die eine oder andere Nachricht von euch - via Kommentar oder persönlicher E-Mail. Zu finden bin ich natürlich auch im Facebook - wo sonst.

Im 1. Monat begleitet nehm ich ein Stückchen Heimat mit. Mein Papa, der alte Naturbursche, will für ein paar Wochen Neuseeländer-Luft schnuppern. Daher werden wir gemeinsam mit dem Campervan Neuseeland erobern und wandernd durch die Lande ziehen.

Punktgenau geht am Montag, 25.10.2010 um 7:55 Uhr (welch Ironie) der 1. Flug von Wien Schwechat. Über London fliegen wir nach Hong Kong, wo wir knapp 23 Stunden später inklusive berücksichtigter Zeitverschiebung landen.