Nun ist es soweit: meine Tage sind gezaehlt... natuerlich nur bezogen auf meine aktuelle Reise. Time to say goodbye oder auf gut deutsch Woedklasse, dieser Trip - ich habe die beste Entscheidung meines Lebens getroffen, als ich vor knapp 6 Monaten ins Flugzeug gestiegen bin. In Kuerze sitze ich wieder im Flieger - diesmal zurueck nach London. Von dort aus geht es dann weiter nach Wien.
Davor durfte ich an meinem letzten Abend in Saigon aber nochmal ein wunderbares Dinner mit einem vietamesischen Paerchen geniessen, die ich einige Zeit zuvor kennengelernt habe. Wirklich fad wurde mir ja nie waehrend des Trips und wie man sieht, war es bis zum Schluss spannend.
Ausserdem bin ich dahintergekommen, dass ich der Typ Mensch bin, der, wenn Traveln ein Beruf waere, seine Berufung gefunden haette! Alltag, nein danke! Obwohl auch dieses Leben zu einer Art Routine wird. Und auch wenns Manche vielliecht nicht glauben moechten: Rumreisen ist ein harter Job. Und nicht jeden Tag scheint die Sonne - weder in der Natur, noch im Herzen! Staendig muss man irgendwas Organisieren und Ueberlegen. Wie komm ich von A nach B? Was ist die guenstigste Variante? Wo schlaf ich heute/morgen? Was sagt meine Geldboerse? Verdammt, wo ist meine Geldboerse? Was hab ich jetzt schon wieder verloren?...Wie ein Job ohne Bezahlung. Und verloren hab ich einiges - eine ansehnliche Bilanz von Kleinigkeiten, deren Aufzaehlung ich euch jetzt erspare, ist ueber die Monate zusammengekommen. Eines kann ich aber schon verraten: Ich bin die Koenigin der verlorenen Sunnies! 4 ganze Paare mussten dran glauben (ok, eines hab ich kaputt gemacht), aber alle anderen - wo auch immer sie jetzt sein moegen - sollen in Frieden von anderen Leuten getragen werden.
Die Zeit, die ich mit dem Suchen von diversesten Dingen verbracht habe, ist vermutlich im Ranking auf Platz 2, gleich hinter der Zeit, die ich in Transportmitteln aller Art (Bus, Flieger, Campervan, Zug, Tuk Tuk, Motorbike, Fahrrad, Boot) zugebracht habe.
Zum Abschluss moechte ich auch all jenen braven und fleissigen Bloglesern (cool, ich hab Leser!) und -kommentatoren danken! Ihr ward spitze und eure Eintraege haben mich immer wieder zum Lachen gebracht.
Ich gebs ehrlich zu, dass ich meine Berichte fast nie Korrektur gelesen habe und daher hat sich das eine oder andere Mal sicher ein Tippfehler oder sonstiger Quargel eingeschlichen. Sorry dafuer, aber jetzt ist es eh zu spaet.
Immer wieder wurde ich auch gefragt, ob ich mich auf zuhause freue. Und ja, selbstverstaendlich tu ich das! Oefter haben mir erfrahrene Traveller in Gespraechen gesagt, wenn du von Anfang an ein fixes Datum weisst, an dem du nachhause 'musst', dann bist du auch ready to go. Und ich muss sagen: Leute mit Erfahrung haben meistens recht. I'm ready to come home Austria... for this time!
Follow my steps... bis ans Ende der Welt
Montag, 11. April 2011
Freitag, 8. April 2011
Good morning, Vietnam oder Apokalypse now?
Wurde das Wetter an meinem letzten Tag in Laos wieder superheiss, war dennoch der Abschied besiegelt. Mit einer Maschine der LaoAirline aus dem Jahre 1900, so wie ich vermute, kam ich ueberraschenderweise in einem Stueck in Hanoi, der Hauptstadt Vietnams an. Dachte ich mir, was kann schlimmer sein als laotische Buschauffeure? Antwort: Vietnamesische Taxifahrer! Oder besser gesagt, die Vietnamesen im Allgemeinen haben den wohl eigenwilligsten Fahrstil, der mir je untergekommen ist. Und als Fussgaenger ist das oberste Prinzip einfach nur zu Ueberleben, wenn man die Strasse ueberquert. Sich im Flow durch die Millionen von Mopeds zu bewegen, ja diese Kunst beherrsche ich jetzt.
Was die abschliessenden Wochen meines Trips und Vietnam aber auch noch mit sich bringen, ist Besuch aus der Heimat! Philip ist fuer 3 Wochen mein Reisebegleiter und das freut mich natuerlich ganz besonders. Gemeinsam haben wir Hanoi erkundet, sind per Nachtzug weiter nach Hue geduest. Dort war es leider wieder schweinekalt und regnerisch. Aber gut, keine Zeit zum Sudern, wir haben uns auf die Spuren des Vietnamkrieges begeben und die Zeit bestmoeglich genutzt. Hoi An war unsere naechste Destination. Diese Stadt ist ein besonders schönes Stück Vietnam, die Altstadt steht unter dem Weltkulturerbe - definitiv eine meiner Lieblingsorte in Vietnam. Um der Schlechtwetterfront endlich zu entkommen, sind wir per Flugzeug in die Hauptstadt Saigon weitergezogen. Und endlich war es tropisch warm! Nachdem wir in den Tunneln von Cu Chi wie die alten Vietkongs rumgekrochen sind und Saigon, das ja eigentlich Ho Chi Minh City heisst, auch besichtigt haben, stand der letzte Trip ins Mekong Delta am Plan.
Endlich hab ich mir wiedermal Urlaub am Strand verdient und daher sitze ich gerade am Pool in Phu Quoc, einer traumhaften Insel im Sueden. Hier lasse ich meinen Trip in Ruhe ausklingen und geniesse nochmal vietnamesische Spezialitäten. Kulinarisch hat dieses Land nämlich einiges zu bieten. Und mein Magen verträgt mitterlweile so gut wie alles, daher ist Streetfoot auf diesen fuzzikleinen Babysesseln, die im Grunde fuer kein Kind ueber 8 geeignet sind - weil einfach zu klein, bei mir immer Willkommen. Umso besser, dass der gute Philip hier auf der selben Wellenlaenge schwimmt und wir uns jeden Abend den Bauch vollschlagen.
Was die abschliessenden Wochen meines Trips und Vietnam aber auch noch mit sich bringen, ist Besuch aus der Heimat! Philip ist fuer 3 Wochen mein Reisebegleiter und das freut mich natuerlich ganz besonders. Gemeinsam haben wir Hanoi erkundet, sind per Nachtzug weiter nach Hue geduest. Dort war es leider wieder schweinekalt und regnerisch. Aber gut, keine Zeit zum Sudern, wir haben uns auf die Spuren des Vietnamkrieges begeben und die Zeit bestmoeglich genutzt. Hoi An war unsere naechste Destination. Diese Stadt ist ein besonders schönes Stück Vietnam, die Altstadt steht unter dem Weltkulturerbe - definitiv eine meiner Lieblingsorte in Vietnam. Um der Schlechtwetterfront endlich zu entkommen, sind wir per Flugzeug in die Hauptstadt Saigon weitergezogen. Und endlich war es tropisch warm! Nachdem wir in den Tunneln von Cu Chi wie die alten Vietkongs rumgekrochen sind und Saigon, das ja eigentlich Ho Chi Minh City heisst, auch besichtigt haben, stand der letzte Trip ins Mekong Delta am Plan.
Endlich hab ich mir wiedermal Urlaub am Strand verdient und daher sitze ich gerade am Pool in Phu Quoc, einer traumhaften Insel im Sueden. Hier lasse ich meinen Trip in Ruhe ausklingen und geniesse nochmal vietnamesische Spezialitäten. Kulinarisch hat dieses Land nämlich einiges zu bieten. Und mein Magen verträgt mitterlweile so gut wie alles, daher ist Streetfoot auf diesen fuzzikleinen Babysesseln, die im Grunde fuer kein Kind ueber 8 geeignet sind - weil einfach zu klein, bei mir immer Willkommen. Umso besser, dass der gute Philip hier auf der selben Wellenlaenge schwimmt und wir uns jeden Abend den Bauch vollschlagen.
Montag, 28. März 2011
Lao, Lao, Lao
Nach einem recht witzigen Grenzuebertritt von Thailand nach Laos (quasi mit dem kleinen Holzbooterl vom Nachbarn) ging es mit dem Slowboat 2 Tage den Mekong entlang. Ziel: Luang Prabang. Die ganze Stadt steht unterm Weltkulturerbe und ich habe mich eindeutig in sie verliebt! Der franzoesische Einfluss aus der Kolonialzeit ist deutlich spuerbar, trotzdem ist diese Stadt typisch Laos. Grundsaetzlich habe ich mich nur schweren Herzens von diesem Land, einem der aermsen dieser Welt, verabschiedet. Viel zu schnell verrann die kurze Zeit... Nach Tempeln und Kultur sind wir in einer etwas kurvenreichen Busfahrt nach Vang Vieng weitergeduest. Und Vang Vieng ist fuer eine ganz bestimmte Sache beruehmt: Tubing! Also rein in den Bikini und ab zum Fluss. Als Begruessung gibt's gleich mal Whiskey-shots und die Party kann beginnen! Auf Bambuskonstruktionen wird getanzt und zwischendurch erfrischt man sich via elegantem Schwung von Rope Swings und Ziplines im total sauberen Wasser des Flusses. Ja, Vang Vieng ist ein Erlebnis der besonderen Art!
Mein letztes Ziel in Laos war Vientiane, die Hauptstadt. Auch diese Busfahrt war wieder ein Highlight. Am besten fuers Gemuet ist es immer, einfach so schnell wie moeglich einzuschlafen. Dann kriegt man naemlich von den halsbrecherischen Fahrkuensten der Buschauffeure nix mit! Wer auf Adrenalinschuebe und Nahtoderfahrungen abfährt, ist in der ersten Reihe richtig.
Leider schlug das Wetter um und es wurde richtig kalt. Regen und 15 Grad, das is ja fast wie in Europa bitte!
Mein letztes Ziel in Laos war Vientiane, die Hauptstadt. Auch diese Busfahrt war wieder ein Highlight. Am besten fuers Gemuet ist es immer, einfach so schnell wie moeglich einzuschlafen. Dann kriegt man naemlich von den halsbrecherischen Fahrkuensten der Buschauffeure nix mit! Wer auf Adrenalinschuebe und Nahtoderfahrungen abfährt, ist in der ersten Reihe richtig.
Leider schlug das Wetter um und es wurde richtig kalt. Regen und 15 Grad, das is ja fast wie in Europa bitte!
Sonntag, 6. März 2011
Thailand Stories
Nach ein paar Tagen Singapur ging es weiter nach Bangkok! Busy und hektisch, wie erwartet, habe ich dort erstmal 2 Naechte verbracht und dann beschlossen, dass ich mir jetzt wirklich mal eine Woche Urlaub verdient habe... Also via Overnight-Bus ab nach Krabi und dort mal in einem netten Resort eingecheckt. Man soll es sich ja nicht schlecht gehen lassen im Urlaub oder? Von Krabi aus konnte ich mir einen Abstecher nach Ko Phi Phi natuerlich auch nicht entgehen lassen... sehr touristisch, hat sich aber gelohnt dort 2 Tage zu verbringen! Offen gestanden waren prinzipiell 2-3 Tage noetig, um mich an das rege Treiben an den Straenden in Thailand zu gewoehnen. Von Westaustralien kommend, wo ich mir den Strand maximal mit ein paar anderen Leutchen teilen musste, sind die ueberlaufenen Straende in Thailand und der Longtail-boot-betrieb erstmal ein Schock. Aber dennoch konnte ich die Woche Auszeit in vollen Zuegen geniessen.
Zurueck in Bangkok habe ich mir meinen Pass von der vietnamesischen Botschaft abgeholt, um dann gleich nach Chiang Mai weiterzufliegen. Hier bin ich nun im Norden Thailands, wollte einiges erleben, wurde aber leider krank und hab die letzten Tage hauptsaechlich Bett und Couch gehuetet. Ganz untaetig war ich in der vorigen Woche aber nicht... Per Moped ist ein illustre Runde aus unserem Hostel nach Pai gefahren. Diese fuer Thailand eher untypische Ortschaft ist ca. 140 km von Chiang Mai entfernt und die Strassen dorthin kurvig. Wieso also Busfahren? Das kann doch jeder. Die Strecke ist ein Traum fuer jeden Biker, fuer uns eine Riesenhetz... und eine laaannnge Fahrt hin und zurueck. Daher sind wir auch 2 Naechte dort geblieben - Canyon, Wasserfall, Berge und nachts kuehlen die Temperatueren ab... Pai ist defintiv eine Reise wert!
Gott sei Dank bin ich jetzt wieder fit und nun bereit fuer weitere Abenteuer. Gerade warte ich auf den Bus nach Chiang Rai (und nein, es handelt sich um keinen Tippfehler, es gibt wirklich eine Stadt namens Chiang Mai und eine andere namens Chiang Rai). Wenn alles planmaessig laueft, bin ich morgen bereits am Weg ueber die Grenze nach Laos!!!
Zurueck in Bangkok habe ich mir meinen Pass von der vietnamesischen Botschaft abgeholt, um dann gleich nach Chiang Mai weiterzufliegen. Hier bin ich nun im Norden Thailands, wollte einiges erleben, wurde aber leider krank und hab die letzten Tage hauptsaechlich Bett und Couch gehuetet. Ganz untaetig war ich in der vorigen Woche aber nicht... Per Moped ist ein illustre Runde aus unserem Hostel nach Pai gefahren. Diese fuer Thailand eher untypische Ortschaft ist ca. 140 km von Chiang Mai entfernt und die Strassen dorthin kurvig. Wieso also Busfahren? Das kann doch jeder. Die Strecke ist ein Traum fuer jeden Biker, fuer uns eine Riesenhetz... und eine laaannnge Fahrt hin und zurueck. Daher sind wir auch 2 Naechte dort geblieben - Canyon, Wasserfall, Berge und nachts kuehlen die Temperatueren ab... Pai ist defintiv eine Reise wert!
Gott sei Dank bin ich jetzt wieder fit und nun bereit fuer weitere Abenteuer. Gerade warte ich auf den Bus nach Chiang Rai (und nein, es handelt sich um keinen Tippfehler, es gibt wirklich eine Stadt namens Chiang Mai und eine andere namens Chiang Rai). Wenn alles planmaessig laueft, bin ich morgen bereits am Weg ueber die Grenze nach Laos!!!
Freitag, 25. Februar 2011
Sonntag, 13. Februar 2011
See ya, Australia
Seit gestern Abend bin ich in Singapur. Der Abschied von Australien fiel mir doch recht schwer. Nach anfaenglichen Schwierigkeiten hat sich zwischen Aussie und mir sowas wie eine with-or-without-you-Beziehung gebildet. Ich meine mal ganz ehrlich: Was ist los mit diesem Land? Erst regnets, dann kommen die Fluten - nicht nur in Queensland, nein auch Western Australia, Victoria und New South Wales waren ueberflutet. Da dachte ich doch, als ich in Sydney ankam, jetzt hab ich das alles hinter mir. Und in Melbourne wird mir mitgeteilt, dass Teile der Great Ocean Road wg. Ueberflutung gesperrt sind... Gluecklicherweise waren die Strassen dann aber wieder geoeffnet und ich konnte den Trip ohne Probleme machen. Rund um Perth finden Buschfeuer statt, waehrend in Queensland Cycloon Yasi sein Unwesen treibt.
Die ganzen giftigen Tiere, ueber die man uebrigens kaum nachdenkt, wenn man hier herumreist, die aber doch immer mal wieder auftauchen (koennen)... Mutter Natur war offenbar denkbar schlecht drauf, als sie Australien erschaffen hat (vielleicht hatte sie ja ihre Periode?)
Die Australier selbst sind ein wahnsinnig entspanntes Voelkchen, offenherzig und einfach gestrickt. Aber was macht man mit den Aboriginies? Ich meine, wir reden hier von einem Erste-Welt-Land und ich wuerde es beinahe als Apartheit bezeichnen, wie diese 2 Gesellschaften nebeneinander exisiteren!
Des weiteren ist auch alles verboten in Australien, natuerlich kuemmert das niemanden weiter. Aber die Polizei ist allgegenwaertig - kein Vergleich zu Oesterreich.
Zum Abschied bleibt die Erkenntnis, dass 9 Wochen zu kurz sind fuer dieses Land und Australien trotz aller Widersprueche, oder vielleicht gerade deswegen, eine starke Anziehungskraft auf mich ausuebt. In diesem Sinne ist dieser Abschied nicht fuer immer, definitv komme ich zurueck nach OZ und will den Rest erkunden!
Die ganzen giftigen Tiere, ueber die man uebrigens kaum nachdenkt, wenn man hier herumreist, die aber doch immer mal wieder auftauchen (koennen)... Mutter Natur war offenbar denkbar schlecht drauf, als sie Australien erschaffen hat (vielleicht hatte sie ja ihre Periode?)
Die Australier selbst sind ein wahnsinnig entspanntes Voelkchen, offenherzig und einfach gestrickt. Aber was macht man mit den Aboriginies? Ich meine, wir reden hier von einem Erste-Welt-Land und ich wuerde es beinahe als Apartheit bezeichnen, wie diese 2 Gesellschaften nebeneinander exisiteren!
Des weiteren ist auch alles verboten in Australien, natuerlich kuemmert das niemanden weiter. Aber die Polizei ist allgegenwaertig - kein Vergleich zu Oesterreich.
Zum Abschied bleibt die Erkenntnis, dass 9 Wochen zu kurz sind fuer dieses Land und Australien trotz aller Widersprueche, oder vielleicht gerade deswegen, eine starke Anziehungskraft auf mich ausuebt. In diesem Sinne ist dieser Abschied nicht fuer immer, definitv komme ich zurueck nach OZ und will den Rest erkunden!
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